Glaubensgeschichte im Neuen Testament

Basiswissen Christentum

Das Programm des Glaubenskurses im Sonntagsblatt
II. Glaubensgeschichte im Neuen Testament
 
»Geburt Christi, des Gottessohnes«, 1896, München. 9. Gott wird Mensch – Jesuskind und Logos
Die Menschwerdung Gottes ist das zentrale Ereignis der Weltgeschichte. In Jesus hat sich Gott offenbart. Was bedeutet es, dass Gott als Menschenkind in diese Welt kommt? Wie verhält sich dazu die Inkarnation des Wortes Gottes im Johannes­evangelium?
 
Johannes tauft Jesus im Jordan, Joachim Patinir, 1524, Wien, Kunsthistorisches Museum. 10. Die Taufe Jesu und unser Taufverständnis heute
Die Taufe ist eines der ältesten Rituale der Christenheit und geht auf Jesus zurück. Jesus selbst hat sich am Jordan von Johannes dem Täufer taufen lassen. Er hat seinen Jüngern den Auftrag gegeben: »Geht hin und macht alle Völker zu Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes«. Die Taufe ist das Sakrament, das die Christen über die Zeiten und über die Konfessionen hinweg verbindet.
 
»Brandenburgische Bergpredigt«, Gruppenbild des Domkapitels Domstift Brandenburg, Matthias Koeppel, 2008, Brandenburg, Dom. 11. Die Bergpredigt – ansprechende Worte für ein einfaches Leben
In der Bergpredigt sind die programmatischen Ausführungen Jesu über den Willen Gottes zusammengestellt. Die Seligpreisungen, das Vaterunser und das Doppelgebot der Liebe gehören zum Kernbestand des Glaubens.
 
Christus übergibt Petrus den Schlüssel zum Himmelreich. Perugino, Sixtinische Kapelle, 1482. 12. Jesu Predigt vom Himmelreich: Wo ist das Reich Gottes?
Die gesamte Verkündigung Jesu ist vom »Reich Gottes« oder vom »Reich der Himmel« geprägt. Diese »Königsherrschaft Gottes« hat einen zukünftigen Aspekt (»Dein Reich komme!«), aber vor allem einen gegenwärtigen: »Das Reich Gottes ist mitten unter euch«. Oder ist es inwendig in uns?
 
Ikonen des Revolutionären - Jesus goes Che 13. Die Leben-Jesu-Forschung und die Jesus-Bilder
Lässt sich aus den Evangelien eine Biografie Jesu rekonstruieren? An diesem Unterfangen sind viele Theologen gescheitert. Jede Epoche hat offenbar ihre eigenen Jesus-Bilder: den nationalen, den humanistischen oder den feministischen Jesus.
 
Andy Warhol,  »Last Supper«, 1986 (Ausschnitt). 14. Jesu letztes Mahl – Auftrag an die Gemeinde und Konfliktfall der Ökumene
Bei den ersten Christen stand das Abendmahl im Mittelpunkt: Sie haben »einmütig das Brot gebrochen«, wird in der Apostelgeschichte erzählt. Heute dient das Abendmahl zur theologischen Grenzziehung.
 
Diego Velázquez, Gekreuzigter Christus, 1632, Madrid. 15. Das Kreuz und das blutige Opfer - wie ist der Tod Jesu zu verstehen?
Jesus hat den Tod gefürchtet, aber er ging ihm nicht aus dem Weg. Suchte er die Konfrontation mit dem Tod, um ihn zu besiegen? Die Selbsterniedrigung Gottes bis zum Tod am Kreuz ist dann der Kern des Christentums. Jede Epoche hat jedoch den Tod Jesu neu interpretiert. Was kann Jesu Tod heute bedeuten?
 
16. Auferstehung, Wiedergeburt, Reinkarnation
Die österliche Botschaft des Christentums ist: Der Gekreuzigte hat den Tod überwunden, Christus ist auferstanden. Berichte, wie die Auferstehung vor sich ging, gibt es im Neuen Testament nicht. Selbst im apokryphen Petrusevangelium wird nur gesagt, dass zwei Engel auf das Grab hinabstiegen, dass aber drei Personen aus dem Grab hervorgingen.
 
17. Höllenfahrt und Himmelfahrt - die Bewegungen des Glaubens
Christen bekennen: Jesus stieg nach seinem Kreuzestod zunächst in ein »in der Tiefe« lokalisiertes Jenseits hinab, aus dem er am dritten Tage wieder zu den Lebenden auferstand. Nach 40 Tagen gelangte Jesus leiblich zu Gott, ohne nochmals zu sterben.
 
18. Heiliger Geist – die zugewandte Seite Gottes
Maria empfängt Jesus durch den Heiligen Geist, der Heilige Geist kommt bei der Taufe auf Jesus herab, in den Abschiedsreden Jesu, beim Missions- und Taufbefehl und an Pfingsten macht der Geist von sich reden. Trotzdem ist die dritte person der Trinität schwer fassbar.
 
19. Die ersten Christen und die Urgemeinde
Faszination der ersten Gemeinde: Die Apostelgeschichte erzählt vom Leben der Gläubigen in der Anfangszeit des Christentums – eine Herausforderung für die Kirche bis heute.
 
20. Von den Paulusbriefen bis zur Apokalypse: die Entstehung des Neuen Testaments
Von der Jesusbewegung bis zur Kanonisierung des Neuen Testaments war ein langer Weg. Am Anfang wurden die Berichte über Jesus mündlich weitergegeben. Jahrzehnte später entstanden die Briefe, Evangelien und die anderen Schriften des Neuen Testaments.